Von Bayern in die USA, durch die Hölle und zurück

Fred Guggenberger sorgte bereits in jungen Jahren mit seiner oft spektakulären Art, Gitarre und Keyboard zu spielen, für Aufsehen. Tief verwurzelt in der US-amerikanischen Musiktradition vermischte er Rock´n´Roll, Country, Blues, Swing und Hard-Rock zu einem spannenden Gemisch, das so überhaupt nicht nach europäischer Musikkultur klang. Das sorgte bei manchen Menschen für Begeisterung, während andere immer wieder verlangten, dass er aufhört, „diese schreckliche Negermusik“ zu spielen. Eine Formulierung, die ihn Jahrzehnte lang begleiten sollte. Was freilich nichts daran änderte, dass er damit weitermachte.

„Man hat mir sogar Prügel angedroht, wenn ich nicht sofort damit aufhöre. Leider fand ich Muddy Waters wesentlich spannender als „Schwarzbraun ist die Haselnuss. Also habe ich weitergemacht."

2006 sorgt das Internet dann für den Durchbruch: „Who killed Alex?“, ein aggressiv gespielter Rockabilly-Song landet bei Broadjam USA auf dem ersten Platz der Rockcharts. 12 weitere Top-10-Platzierungen folgen und der bayerische Musiker findet sein Gesicht plötzlich in Gitarrenmagazinen wieder und wird vom Gitarrenhersteller Ibanez mit Instrumenten und Service unterstützt. In den USA stört es niemanden, dass da jemand so klingt, als wäre er in Memphis oder Nashville aufgewachsen. Tatsächlich findet er dort schnell Freunde und tritt in den folgenden Jahren regelmäßig mit namhaften KollegInnen aus den USA auf.

Als ihm klar wird, dass nicht alle Geschichten, die er erzählen möchte, in einen vier Minuten langen Song passen, legt er die Gitarre für ein paar Jahre zur Seite, um Bücher zu schreiben. Sein Erstlingswerk „Willi Winzmint und die verbotene Stadt“ wird ebenso zum Kindle-Bestseller wie drei Nachfolgewerke.

2015 geht Fred zurück ins Studio und veröffentlicht sein Album „Paradise Regained“, das es in die Top10 der Bluesalben bei Amazon schafft. Die folgenden Alben „Soul of a Guitar Man“ oder „The Sound of Wonderland“ zeigen komplette neue Seiten, während er gleichzeitig als Professor Black Sheep mit Orchestermusik experimentiert und als Produzent für verschiedene Sängerinnen aus den USA arbeitet.

„Ich fühlte mich irgendwie verloren. Ich hatte keine Ahnung mehr, wer ich als Künstler eigentlich bin. War ich der Kerl, der Rockmusik machte oder ein Bluesmusiker? Produzent oder Komponist von Orchesterstücken? Wer wollte ich sein? Ich hatte mich wohl ein bisschen verloren …“

Die Zeit zwischen 2018 und 2021 wird zur Schicksalsphase, die den Musiker komplett zu Boden wirft: Seine Ehe endet nach 20 Jahren und er beginnt, alles infrage zu stellen, auch sein Dasein als Musiker. „Ich suchte die Schuld überall, solange sie bei mir lag …. Dass wir es geschafft hatten, 20 Jahre lang eine harmonische Beziehung zu führen und sogar als Freunde auseinandergingen, konnte mich nicht davon abhalten, mich seelisch selbst zu zerfleischen. Am Ende gab ich der Musik die Schuld.“ Schließlich verweigert seine linke Hand den Dienst an der Gitarre, worauf ihm mehrere Ärzte klarmachen, dass das Leiden unheilbar wäre. Komplett verzweifelt landet er schließlich auch noch in einer toxischen Beziehung, die ihn am Ende alles kostet.

„Als es vorbei war, hatte ich kein Dach mehr über dem Kopf und mein gesamter Besitz passte auf den Rücksitz meines Autos. Ich habe Monate lang in einem Wohnmobil gelebt. Das Schlimmste aber war der Kummer und die Wut, die mich innerlich auffraßen. Und dann spielte meine Niere verrückt und ich schwebte plötzlich in Lebensgefahr.“

Am 24. Dezember 2021 wird der Musiker in einer Notoperation gerettet. Eine zweite Operation folgt im Januar. Am Ende ist die Wut weg und die linke Hand gleitet wieder flüssig über die Gitarrensaiten. Aber nicht nur das:

„Ich hatte mich selbst komplett verloren. Ich wusste nicht mehr, wer ich war oder sein wollte. Es gibt diese Formulierung … zu sich selbst finden … Ich hatte keine Ahnung, wie ich das schaffen sollte. Aber wenn Du alles verloren hast, ist es leicht, Dich selbst zu finden. Da ist ja sonst nichts mehr … Am Ende flossen mir rund um die Uhr neue Stücke aus der Seele. Ich habe nicht mehr darüber nachgedacht, ich ließ es einfach zu. Irgendwann wurde mir klar, dass ich dabei war, ein deutschsprachiges Rockalbum zu komponieren. Offenbar war es das, was aus mir herauswollte und ich stellte mich nicht mehr in den Weg.“

Als nach vier Jahren die „Dunkle Nacht der Seele“ vorbei ist, lässt sie einen gereiften Künstler zurück, der seine Dämonen besiegt und sich selbst wiedergefunden hat. Und eine Menge neuer Songs, die bald zu hören sein werden.

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Referenzen

- 13 Top-10-Platzierungen auf US-Musikseiten wie Broadjam

- No1-Song "Who killed Alex?"

- Eine Top10-Platzierung in den Bluesalbumcharts auf Amazon mit "Paradise Regained"

- "Bring me some water" wurde in der US-Kochsendung "Sauced" verwendet

- Radioeinsätze in Deutschland, USA, England, Russland, Frankreich, Luxemburg, Irland, Schottland und Grenada.

- Liveshows auf drei Kontinenten. Darunter in der Hall-of-Fame-Lounge und dem Commodores Club (beide in Nashville, TN), dem Schlachthof München sowie in Japan.

- Live und/oder im Studio mit Kollegen aus den USA, Italien, Afrika, Jamaica und vielen anderen Ländern. 

- Als einziger Ausländer unter den Finalisten des CATZ 360 Radio Contests, der zu einem weiteren Auftritt in Nashville führte. 

- Ein Songwriter Award als Topsongwriter bei "Song of the year", 2017.

- Verfasser von 4 Amazon-Kindle-Bestsellern.

Ein paar freundliche Worte von der Presse:

Germany goes Nashville - Bonedo
Bayern-Rock stürmt amerikanische Charts - Müncher Merkur
Musikalischer Abend in Lohkirchen - Innsalzach24

"Fred Guggenberger ist ein künstlerisches Allroundgenie" – Michael Kolpe, Wochenblatt