Tasten, Saiten und skurille Momente

Die meisten von Freds Gitarren haben einen Namen. Dies führt manchmal zu skurillen Momenten. So reagierten ein paar Partygäste äußerst empört, als sie mitbekamen, wie der Gastgeber ihn fragte, ob „Linda“ auch da wäre und Fred antwortete, dass sie draußen im Auto auf dem Rücksitz auf ihn warten würde. „Sie lassen Ihre Freundin da draußen im Auto hocken, während Sie hier feiern???“.

Nachdem er auf einer Geburtstagsfeier in Nashville Bekanntschaft mit extrem scharf gewürzten Chicken-Wings macht, verarbeitet er dies in dem Comedy-Song „Bring me some water“. Das Stück landet noch im gleichen Jahr in einer US-Kochsendung.

Bei Tasteninstrumenten gilt seine Liebe traditionellen Gerätschaften wie Klavieren, Hammond-Orgeln, Fender-Rhodes-Pianos und Synthesizern und Samplern aus den 80er-Jahren. „Ich mag diese modernen Alleskönner nicht besonders. Mir fehlt da der persönliche Charakter. Bei einem Yamaha DX7 oder einem Roland D50 weißt Du sofort, worauf Du Dich einlässt. Es sind Charakterköpfe, die nicht alles können, aber auf manchen Gebieten unschlagbar sind. Wie wir Menschen auch.“

Nahrung für Körper, Geist und Seele

Fred ernährt sich überwiegend vegetarisch und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Buddhismus, Taoismus, indischen und jüdischen Weisheitslehren.

Rock´n´Roll und Rassismus

Fred konnte mit fünf Jahren jeden Song, den er einmal gehört hatte, sofort auf dem Keyboard nachspielen. Seine Vorliebe für Rock´n´Roll führte dazu, dass er regelmäßig zu hören bekam, dass „das Kind unbedingt gefördert werden muss. Aber zuvor muss es aufhören, diese „schreckliche Negermusik zu spielen“. Ein Satz, der ihn über Jahrzehnte hinweg immer wieder begegnete. 

Ehrungen

In Nashville wurde Fred von namhaften Musikern wie der Memphis-Legende Don McNatt als „The german Johnny Cash“ bezeichnet. Eine Titulierung, mit der er anfangs nichts anzufangen wusste. „Ok, ich trug schwarze Klamotten, aber ich hörte mich überhaupt nicht an wie er. Dann begriff ich, dass es um die Texte in manchen meiner Stücke ging und um den Menschen, der ich war. Ich weiß bis heute nicht, wie ich damit umgehen soll, also betrachte ich es als großartiges Kompliment. Am Ende kannst du eh nur du selbst sein.“

Bei dem internationalen Songwriter-Wettbewerb „Song of the year“ erhielt Fred einen Award für sein Stück „God rides a Harley“, indem er eine Lanze gegen die Diskriminierung von Motorradfahrern bricht.

Engagement

Mit dem Song „The black guy in the neigborhood“ setzte Fred 2015 ein Statement gegen Stereotypen und Klischees über schwarze Menschen.

Als seine Freundin und Förderin Lorna Flowers aus Nasvhille an Krebs erkrankt und keine Krankenversicherung hat, stellt Fred seine Musik im Internet zum kostenlosen Download zur Verfügung – mit der Bitte, dass die Leute stattdessen das Geld an das für Lorna eingerichtete Spendenkonto in Nashville überweisen. Musiker aus verschiedenen Bundesstaaten der USA, Österreich und Deutschland schließen sich der Aktion an. Zusammen mit weiteren Hilfsmaßnahmen der Künstlergemeinschaft in Nashville sowie der US-Regierung wird das notwendige Geld aufgetrieben und Lorna Flowers kann gerettet werden, bevor die Krankheit Jahre später zurückkehrt und sie tötet.

„Es war die schlimmste Niederlage für mich. Später habe ich versucht, die Sache anders zu sehen: Wir konnten ihr mehrere Jahre schenken. Die Welt braucht Menschen wie sie und jeder Tag, an dem sie unter uns war, war ein Geschenk an die Welt. Ich vermisse sie jeden Tag.“

Seine wiederholte Teilnahme an Benefiz-Veranstaltungen sorgte dafür, dass Betrüger auf Fred aufmerksam wurden und versuchten, ihn für ihre Betrugsmasche „die armen Kinder in Afrika“ einzuspannen. Fred nutzte den Vorfall als Inspiration für ein Youtube-Video.

Pseudonyme